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Summary
Jamaika 02/10- Allgemeines
Anreise
Condor Direktflug Frankfurt - Montego Bay
Reiseführer:
Lonely Planet- 14 € - Preisangaben veraltet, lediglich als Notinfo zu gebrauchen, nichts für Individualreisende.
Man kann sich sehr gut vor Ort orientieren und Infos sammeln.
Bars sind gute Auskunftsquellen für Unterkünfte usw.
Straßenkarte/ Orientierung: Reise Know How 9€ - 1: 150.000 gut, fast alles stimmt- gutes Material-geht nicht kaputt!
Kostenlose Karte 1:250.000 beim Fremdenverkehrsamt erhältlich
Orientierung vor Ort , da Ortsschilder oft fehlen: Ortsnamen an Schulen und Kirchen!
Kompass ist sinnvoll.
Überall hilfsbereite Menschen, die Auskunft geben.
Klima
Im Februar war es max. 30° C warm, keine besonders hohe Luftfeuchtigkeit. Im Süden war es trockener , im Osten feuchter mit tropischem Bewuchs.
Sicherheit
Ich habe mich immer sicher gefühlt.
Die üblichen Dinge sind zu beachten ( keinen teuren Schmuck tragen , Kontrolle von Rechnungen und Rückgabegeld, Meiden von kriminellen Brennpunkten usw.)
Die Polizei ist präsent, Touristen werden bei Straßenkontrollen meist nicht angehalten.
Freundlichkeit
Überall ist mir spontane Freundlichkeit begegnet.
Belästigt wurde ich so gut wie nicht.
Slums und offensichtlich sehr arme Menschen habe ich nicht gesehen.
Strände/ Flüsse/ Quellen
An den meisten Stränden wird kein Eintritt verlangt, nur in Touristenzentren.
An manchen Stränden ist Plastik usw. angeschwemmt ( Wasser ist aber sauber) , manche sind einsam und ganz sauber, es gibt Sand- ( hell oder grau) und Steinstrände.
Die Flüsse/Bäche haben Steinbetten, sind klar und man kann darin wunderbar baden. ( ca.23/24° C ). Nur an den bekannten Touriwasserfällen muss man Eintritt bezahlen.
Man findet auch schöne Quelltöpfe
Essen/ Lebenshaltungskosten
Kosten sind hoch, oft sogar höher als in Deutschland, die Auswahl ist eingeschränkt.
Vieles kann man an Straßenständen kaufen, aber nicht unbedingt günstig.
Handeln ! Gerade bei Unterkunftskosten.
Lobster oder Fleisch der Conch Muschel ist vergleichsweise preiswert.
Am Sonntag geht man in die Kirche, viele Straßenstände oder kleine Lokale bieten dann nichts zu essen an.
Geldbeschaffung
Wenig Kreditkartenakzeptanz
Ein paar US Dollar sind sinnvoll.
Straßenverkehr
Anmietung PKW von Deutschland mit hoher Deckungssumme sinnvoll, Reifen und Glas mitversichern.
Die Straßen sind überwiegend gut, manchmal Schlaglöcher oder fehlende Straßendecke .Allrad wird nicht benötigt.
Es wird viel gehupt ( Achtung / Ja, ich habe dich bemerkt ( als Antwort )- Hallo Taxi gefällig ?- Ich komme ( vor einer unübersichtlichen Kurve) / Ziegen/Hunde verscheuchen
Manchmal wird etwas waghalsig gefahren. Wenn man aufmerksam ist, ist es aber kein Problem. Nachts gerade nach Regen sieht man Schlaglöcher schlecht und es ist grundsätzlich anstrengend zu fahren.
Es gibt Radarkontrollen.
Freizeitangebote
Es gibt wenig Freizeitangebote wie Surfschulen, Tauchschulen, Paragliding usw. ( Manches in den Toristenzentren wie Ochos Rios). Was es gibt ist sehr teuer. ( lächerliche Rumfabriktour für 20 $ pP )
Es gibt kaum Trekkingpfade. Man benötigt Guides, die teuer zu bezahlen sind. Es gibt fast keine einsamen Straßen. Überall befinden sich Wohnhäuser.
Marihuana ( Ganja, Gras, Hanf, Cannabis )
Wird überall geraucht und angeboten. Es ist offiziell verboten, wird wohl aber toleriert.
Fazit:
Der Urlaub in Jamaika war einfach zu organisieren, ist aber vergleichsweise teuer und langweilig.
Die Menschen sind sehr freundlich und hilfsbereit. Angst muss man keine haben.
Man kann schön baden gehen und Bars besuchen, sonst aber nicht viel anderes. Das Wasser in den Duschen der Guesthouses ist meist kalt.
Und hier der Reisebericht:
Mittwoch, 10.2.2010
Abflug Condor direkt von FRA nach Montego Bay. Mit Schwerbehindertenausweis kostenlose Sitzplatzreservierung vorab.
Ich komme nach 8 Abends an, lange Schlangen an der Einwanderungskontrolle. Anmietung vom PKW bei Island Rentals unproblematisch, gebucht mit allen Versicherungen (auch Reifen und Glas) bei Holidayauto 2 Wochen 770 €.
Eugen (http://www.ferienhausmiete.de/ferienhaus_details.php?obj_nr=27602) holt mich ab, ich folge seinem Auto. Ich empfehle, bei der späten Ankunft nicht mehr nachts über die Insel zu fahren. Eugen vermietet ein kleines Appartement für 25€ die Nacht. 15 € kostet das einfache Frühstück für 2 Personen und 10 € nimmt er für die Abholung. Das Appartement liegt in einem angenehmen Wohngebiet, lediglich das laute Hundegebell stört.
Donnerstag, 11.2.2010
Nach dem Frühstückfahre ich bis Reading, biege dann nach Süden ab und durchquere die Insel. In Santa Cruz ziehe ich Bargeld. Die Straßen sind ok, Schlaglöcher gibt es natürlich. Ich fahre über Betel Town nach Muddle Quarters, nehme bewusst nicht die kürzeste Verbindun und komme durch die Bamboo Avenue.

Von dort geht es weiter nach Santa Cruz, dann weiter nach Treasury Beach und esse dort bei Jake Sparte sehr gut, aber nicht billig, direkt am Meer. Für 20 Euro gibt es Jerk Shrimp und Kreole Lobster sowie 1 Flasche Wasser - sehr lecker.


Über Ballade Valley fahre ich zu Bulls Savannah, dort in den Bull Savannah Guesthouse zu Karla Williams (http://www.ferienhausmiete.de/ferienhaus_details.php?obj_nr=27793). Für ein schönes Appartement zahle ich 40 Euro, es ist abseits und ruhig gelegen auf 320 Meter Höhe mit Blick auf die See ( mit eigenem Auto kein Problem).

Freitag, 12.2.2010
Ich frühstücke im Zimmer (Einkauf Supermarkt in Funktion, 3 km von hier). Anschließend fahre ich die Küste Richtung Negril. Kurz vor Whitehouse mache ich an einem kleinen Strand halt.Das Tagesziel ist Blue Hole Mineral Spring in Little Bay. Dort kann man wunderbar in einer €žGrotte erfrischend baden. Es wird gerade ein Ressort gebaut, so dass ich völlig allein bin. Man kann ca. 10 Meter tief ins Wasser springen oder an einer Leiter herunter klettern.

 
Danach fahre ich zu Little Bay, treffe dort den geschäftstüchtigen und netten Carlton, der dort eine Bar besitzt.

Nur ein kurzes Stück an der Bay ist die Straße unbefestigt, aber dennoch gut befahrbar. Auf dem Rückweg esse ich in Black River Steamed Fisch und Gout Curry. Zusammen mit je einem Bier kostet es 1100 J$.
Im Dunkeln kehre ich zurück und genießen auf der Terrasse noch einen Rum. Dank Stromausfall kann ich in totaler Finsternis die Sterne anschauen.
Samstag, 13.2.2010
Nach einem ausgedehnten Frühstück auf der Dachterrasse fahre ich nach Middle Quarter zu Howeys Healthy Eatery, kurz vor dem Abzweig zu den YS-Falls und probiere die Flusskrebse in Peffersoße, für die die Gegend bekannt ist.

Anschließend wollte ich zur Ipswitch Cave. Nach mehreren Versuchen, bei denen ich immer die falsche Straße erwischte, finde ich die richtige, die ich aber nicht fahren will, da der Zustand sehr schlecht ist. Anschließend fahreich zum Appleton Rum Estate auf der Straße nach Maggotty. Dabei kreuzt man den Fluss der YS Falls, in dem Frauen baden und waschen.

Die kurze Führung im Appleton Estate kostet 20 US$ pro Person incl. Open End Verkostung.

Danach fahre ich nach Accompong. Diesen Ort braucht kein Mensch, die Einwohner nerven. Dem Reiseführer nach ist das ein Ort, in dem Nachfahren der Maroons leben. Er scheint allerdings sehr touristisch zu sein, dem Verhalten der Einwohner nach zu urteilen.
Ich drehe und fahre über Siloha nach Quickstep. Dieser Ort macht einen netten Eindruck. Die Straße ist schmal, aber erstaunlich gut. Ich suche Hikingtrails, finde aber nichts auf den ersten Blick. Da der Tag bereits sehr fortgeschritten und das Wetter schlecht ist, geht die Fahrt zurück nach Hause.
Da Valentinstag bevor steht, ist in Junction der Teufel los. Ich decke mich mit Jerk Chicken und Jerk Pork ein, kaufe schnell noch ein paar Gewürze und fahre durch ohrenbetäubende Reggaemusik insGuesthouse zum Dinner.

Sonntag, 14.2.2010
Nach dem Frühstück geht es erst einmal zum Alligator Pond, um das Restaurant “€žLittle Ochie” in Augenschein zu nehmen.

Ich werde dort vielleicht noch einmal hinfahren um zu essen. In der Nähe finde ich zwischen Alligator Pond und Port Kaiser, am Sea View Ressort einen Strand, an dem ein Fluss ins Meer mündet. Touris findet man hier nicht, dafür nette Einheimische und gutes Essen (Fried Fisch).

Anschließend fahre ich nach Chistiana und die dortige Umgebung. Christiana Bottom kann man links liegen lassen, da die Straße nicht gut ist. Es scheint ein tolles, mit Bambus bewachsenes Flusstal zu sein. Dafür fahre ich nach Silent Hill, welches mit etwa 1000 Metern Höhe in Wolken gehüllt ist.
Danach hangele ich mich über kleine Sträßchen nach Troi und dessen Umgebung. Von hier aus fahre ich hoch in die Berge und stelle zum wiederholten Mal fest, dass es auf Jamaica wirklich keinen Flecken gibt, auf dem keine Menschen wohnen.
Auf dem Rückweg nach Süden finde ich einen Flusslauf, der von den Jamaikanern am Wochenende als Badeplatz genutzt wird, allerdings ist es hier wie an vielen Stellen sehr schmutzig.
Montag, 15.2.2010
Nach dem Frühstück und Morning PT fahre ich über Mandeville und Porus bis kurz vor Mai Pen - bis hierhin ist es keine empfehlenswerte Strecke. Auf dem Weg von dort nach Süden fährt man durch riesige Zuckerrohrfelder und kommt auch an einer Destillerie vorbei, die unter anderem auch Appelton beliefert.

Die Landschaft selbst ist unspektakulär. Man kommt über Racecourse und Alley zum Hafen Rocky Point. Anschließend will ich zum Portland Lighthouse, leider ist die Straße gesperrt. Dafür sehe ich schönes Wetland mit vielen Vögeln. Danach geht es nach Jacksons Bay, absolut nicht touristisch und etwas runter gekommen.
Von hier aus fahre ich zur Milk River Bath - hier gibt es nur noch das Hotel, das Spa selbst ist wohl längst geschlossen.

Im Hotel kostet ein Bad von 15 Minuten 400 J$ pro Person, das ist es m.E. nicht wert.

Von hier aus fahre ich zum Alligator Hole, wo ich mich für morgen zu einer Bootstour verabrede und von dort aus zum Alligator Pond. Auf dem Weg kommt man zu einer tollen, klaren Quelle mit einem Babykrokodil darin.
Ein paar Kilometer weiter komme ich an einen sehr schönen und auch endlich einmal einsamen Strand mit dunkelgrauem Sand.
In Alligator Pond gehe ich essen im Oswald Seafood Restaurant gegenüber von Little Ochi.


Das Essen ist sehr lecker, für ein Pfund Hummerschwanz zahlt man 1700 und für ein Pfund frisch gegrillten Fisch nach Wahl 700 J$. Mit einer Fahrt über Junction, um die Rumvorräte aufzufüllen, beende ich den Tag.
Dienstag, 16.2.2010
Es geht zunächst nach Alligator Hole (über die Berge kommend, da ich diese Straßen noch nicht gefahren bin). Dekan, der Guide, ist wie verabredet da. Mit dem Boot geht es durch den Alligator Hole. Das Wasser ist glasklar und ich kann mit einer der drei Seekühe schwimmen und tauchen.

Danach schauen ich mir noch ein Sinkhole an. Es ist ein kurzer Fußweg durch den Wald. Man kommt dabei an einem weiteren Meiler vorbei. Das Sinkhole ist ca. 20 Meter tief, die Wassertiefe soll etwa 50 Meter betragen. Von oben sieht man leider nur ein Krokodil, welches aber auch schnell verschwindet.
Anschließend sehen kommt noch das Futter für die Manatees. Diese werden aber erst in der Dämmerung gefüttert und so fahre ich weiter.
Am Gut River gehe ich im Blue Hole ein weiteres Mal baden. Das Babykrokodil ist heute leider nicht da. Das Wasser ist 23 Grad kalt und kommt hier frisch aus dem Quelltopf. Danach fahre ich bis zur Long Bay, einem über mehrere Kilometer komplett einsamen Strand und nehme ein Bad. Vor dem Hurrikane war dieser Abschnitt wohl bewohnt und auch beliebt zum Baden, aber nun ist hier niemand mehr.

Einige haben mich vor diesem Strandabschnitt gewarnt, er sei nicht sicher, ich jedoch kann dies nicht bestätigen. Die wenigen Leute, die ich getroffen habe, waren alle sehr freundlich und haben hart gearbeitet, als Köhler und Imker.

Ein paar Kilometer weiter komme ich an ein nach dem Hurrikane verlassenes Grundstück mit eigener kleiner Bucht, auch hier nehme ich noch einmal ein Bad.
Von der Sonne ein wenig verbrannt beende ich baden und sonnenbaden und gehe im €žLittle Ochi essen. Das Essen ist lecker, das Umfeld ist weniger schön, da man ständig von jemandem angebettelt oder angesprochen wird, ob man will oder nicht.

Den Abschluss macht eine Fahrt zu Lovers Point. So schön der Blick ist, schaut man direkt nach unten, sieht man, dass der Abhang als Müllhalde benutzt wird und schon ist das Flair weg. Der Leuchtturm ist leider bereits geschlossen, aber die Nichte des Leuchtturmwärters zeigt freundlicherweise noch einmal das Gelände und die schönsten Stellen für einen Ausblick.


Auf dem Heimweg kaufe ich noch ein paar Früchte für das morgige Frühstück. Papayas kosten 100 J$ das Stück und 200 eine große und eine kleine Mango.
Mittwoch, 17.2.2010
Heute ist ein Fahrtag. Ich reise in Bull Savannah ab und fahre über die A2 Richtung Kingston. SÃüdlich von Mai Pen gibt es eine Toll Road. Wer es eilig hat, sollte diese benutzen, ansonsten fährt man gemütlich über Old Harbour und Spanisch Town. Ich fahre kurz vor Spanisch Town auf und bezahln einmal 80 und einmal 100 J$. Man kommt auf dieser Straße durch den Hafen und die Bucht südlich in die Stadt rein. Durch Kingston durch fährt es sich sehr entspannt, nicht zuletzt auch wegen der guten Beschilderung. Am östlichen Stadtrand liegt Papine, von dem die B1 durch die Berge in den Norden führt. Die Ausblicke nach Kingston und die Bucht zurück sind atemberaubend. Ich fahre über Irisch Town immer höher, lasse den Holywell Park liegen und komme schließlich über den Pass auf ca. 1200 Meter. Leider ist die Straße fast am Ende gesperrt. Die Umleitung würde sich mit 4WD oder wenn es trocken ist, gut fahren lassen, der kleine Mietwagen jedoch kommt bis kurz vor die Spitze und gibt dann auf, da es stark regnet und es keine Steine mehr, sondern nur noch Erde und Schlamm gibt. Also fahre ich vorsichtig wieder runter und muß wohl oder übel wieder abfahren. Die Vegetation in den Wolken ist allerdings super schön, alles ist grün, die Farne hängen über die Straße - insoweit war es lohnenswert, die Straße zu versuchen. Wieder zurück in Kingston suche ich mir die A3, die weiter westlich an den Bergen vorbei führt. Die Straße ist gut ausgebaut und lässt sich zügig fahren. Sie führt über weite Teile entlang des Wag Water River.
Nach knapp 90 Minuten ich bei meinem Guesthouse, kurz vor Port Antonio. Das Guesthouse liegt in Mount Pleasant, rechts ab von der Küstenstraße in St. Margrets Bay.
Inzwischen regnet es in Strömen, aber gerade so schafft das kleine Auto die steile Auffahrt zum Guesthouse (http://www.ferienhausmiete.de/ferienhaus_details.php?obj_nr=27672). Das Wasser ist kalt trotz vorhandener Solarzellen. Da ich ungern nochmal runter fahren und die Auffahrt nochmal aus€žprobieren will, ist Marsha so lieb und kocht einen Teller Reis mit etwas Fisch. Für das Internet muß man stundenweise bezahlen, die Stunde kostet etwas mehr als 2 Euro. Ansonsten ist das Zimmer nett eingerichtet. Die Matratze des Bettes allerdings erweist sich für mich als viel zu weich, sie bildet in kürzester Zeit eine Kuhle, in der man liegt, so ist eigentlich nur Schlafen auf der Seite möglich.

Donnerstag, 18.2.2010
Leider schläft es sich auf der Matratze wie befürchtet. Nach einem kurzen Frühstück geht es Richtung Osten. Teilweise ist es sehr touristisch, z.B. an der Blue Lagune. In Long Bay schaue ich mir das Guesthouse von Hr. Merlin aus Berlin an, dass ich von Deutschland aus fast gemietet hätte. Es liegt zwar wunderschön am Berg mit herrlicher Aussicht (ca. 100 Stufen nach oben), aber es ist total heruntergekommen. Sehr offensichtlich wird es von dem Verwalter (und wohl auch einer Menge anderen) abgewohnt.
Kenneth (KennethRainford@facebook.com), den ich in Monicas Bar an der Hauptstraße getroffen habe, unternimmt noch mehrere Versuche, ein anderes Cottage zu vermitteln. Schließlich finde ich ein schönes Guesthouse, etwas zurückversetzt, und einige mich mit der Besitzerin auf 45 $ pro Nacht. Anschließend fahre ich weiter zum östlichsten Punkt Jamaicas zur Duckenfield Sugar Cane Mill und von dort aus zum Lighthouse. Der unbefestigte Weg führt durch die Zuckerrohrfelder. Ich frage die Arbeiter und finde so ohne Probleme den Weg. Unterwegs gibt es wirklich tolle und komplett einsame Strände, allerdings wird hier auch eine Menge Zeug angespült, welches nicht hierhin gehört. Der Wächter öffnet den Leuchtturm und ich kann bis oben hinauf steigen.


Der Leuchtturm wird komplett mit Solarenergie betrieben. Der Ausblick ist wirklich beeindruckend. Auf dem Rückweg esse ich leckeres Jerk Chicken für 400 pro Portion in Boston Bay, sehr touristisch und teurer aber sehr lecker. Der Fisch ist mir hier zu teuer. Das Wetter hat sich gebessert, deshalb fahre ich noch in Buff Bay die B1 in Richtung Süden, mehrere Wasserfälle kommen. Dort wird die Straße schlechter und da der Tag sich auch dem Endezu neigt, spaziere ich noch etwas herum und fahre dann zurück zum Guesthouse und wechsele das Guesthouse noch am Abend.
Freitag, 19. Februar 2010
Es geht am Morgen von Long Bay, wo es bewölkt und windig ist, nach Süden über Golden Grove und Port Morrant nach Morrant Bay. Das Wetter wird immer besser und das Meer wird auch ruhiger. Ab Morrant Bay fahre ich Richtung Seaford. Wenn man bisher überwiegend Zuckerrohranbau hatte, wird es jetzt etwas hügelig, die Straße ist nicht besonders und wird immer schlechter, aber noch zu befahren. Sie läuft am Negro River entlang in die Berge bis Cedar Valley. Ab Betel Gap wird die Straße noch schlechter. Ich fahre Richtung Blue Mountain Peak bis nach Heagley Gap. Die Wälder hier sind abgeholzt und nicht schön. Dadurch ist es auch recht trocken. Zurück geht es über Betel Gap Richtung Süden zum Judgement Cliff. Das ist ein Felsen von 300 Meter Höhe, den kein Mensch braucht. Weiter geht es nach Yallahs. Die Straße ist teilweise weggeschwemmt, aber befahrbar. Ich esse gegrillten Fisch für 300, schmeckt sehr lecker. Danach entdecke ich bei White Horses einen Wasserfall direkt an der Straße. Anschließend fahre ich über Morrant Bay zurück nach Long Bay und weiter nach Port Antonio, wo ich die Supermärkte und den Markt abklappere, außerdem Geld ziehe. Abends ist es hier sehr lebhaft aber absolut unproblematisch. Die Supermärkte im Süden sind besser sortiert und günstiger. Obst und Gemüse gibt es reichlich direkt an der Straße. Auch die Bäckerei hat abends noch geöffnet (Coronel). Hier gibt es ganz gutes Brot und süße Teilchen. Wir essen noch Reis und Bohnen für teure 200 J$. Im Dunkeln geht es zurück nach Long Bay.
Samstag, 20.Februar 2010
Das Wetter in Long Bay ist ganz nett aber nicht wirklich sonnig. Daher fahre ich in die Berge nach Windsor Forest, gleich 3 km nördlich von Long Bay. Es gibt ein umgefallenes Schild, wo es angezeigt ist. Die Straße ist einspurig, aber sehr gut in der Qualität und führt durch wunderschönen Regenwald bis zu den Reach Falls.
Die Reach Falls kosten 10 US$ Eintritt, was ich nicht akzeptiere. Einige Rastas bieten Hikes auch zu den Falls an. Am besten macht man das an den geschlossenen Tagen Montag und Dienstag. Sie sind nett und verkaufen selbst gebasteltes Spielzeug und gehäkelte Mützen. Mal sehen, vielleicht nehme ich in der nächsten Woche ihr Angebot an.
Es geht weiter an der Küste entlang. Eigentlich wollte ich baden, finde aber an der Straße den natürlichen Wasserfall wieder und nehme ihn als herrlich erfrischende Dusche. Am Strand direkt daneben gibt es leckere Kokosnüsse.
Der Wasserfall befindet sich kurz vor “white Horses”. Auf dem Rückweg esse ich in einem Cook Shop “€žCool Running”, kurz vor Springfield (Morrant Bay). Für 250 J$ bekommt manr eine riesige Portion Stew mit Pork. Ich werde sogar zu einer Geburtstagsparty der Tochter der Besitzerin eingeladen, dieich aber aufgrund der langen Fahrt nicht annehmen kann. Schade, denn es hätte riesige Conches gegeben.
Ich nehme eine Nebenstraße nördlich von Golden Grove, die strikt nach Norden führt. Auf der Karte heißt der Ort Hort Lay. Sie fährt wunderschön am Wald entlang und ist gut befahrbar.
Direkt an der Straße befindet sich im nördlichen Bereich ein kleiner Wasserfall direkt an der Straße. Er liegt einsam und weder Touris noch Jamaikaner sind hier.
Die kleine Straße, die in der Nähe von Hektor River wieder auf die Küstenstraße mündet, ist sehr schön und führt durch dichten Urwald. Sie ist fast gar nicht besiedelt.
Als ich Richtung Long Bay fahre, komme ich an einer nach dem Hurrikan verlassenen Bucht vorbei, in die ein kleiner Fluss mündet. Leider ist hier Steinstrand sodass man nicht baden kann.

Am Nachmittag ist das Wetter in Long Bay sehr schön, ich verbringe die Zeit mit Strandspaziergängen, später am Abend gehe ich den Strand auch noch im Dunkeln ab.
Sonntag, 21.Februar 2010
Morgens besucht mich Kenneth, wir haben ein nettes Gespräch, er ist freundlich und überhaupt nicht aufdringlich.
Anschließend fahren wir nach Port Antonio. Dort biegt eine Straße ab in das Rio Grande Valley entlang. Es ist sehr bekannt, um dort zu hiken. Wir können der rechten Straße nur bis zu einer Brücke über den Rio Grande folgen, da diese wegen Bauarbeiten gesperrt ist. Der Fluss ist nett, aber nichts Besonderes. Die Umgebung ist schön bewachsen mit Blüten, Bambuswäldern und Baumfarnen. Wir nehmen den anderen Abzweig in die Berge und folgen dort der Straße, die schlecht, aber befahrbar ist.

Montag, 22. Februar 2010
Nach einem verlängerten Frühstück, etwas Lesen und spielen mit dem kleinen Hund, den ich für ein paar Tage adoptiert habe, fahre ichr über Manchionil die kleine Straße in die Berge Richtung Rolandsfield, um im Wasserfall, den ich vor 2 Tagen gefunden habe, zu baden. (GPS Daten: N 17°59,353; W 76°17,127; Höhe 247 Meter)

Leider fängt es an zu regnen und ich entschließe mich, später noch einmal hier vorbei zu kommen. Danach fahre ich in den Süden Richtung Golden Grove. Ab da geht es über kleine Straßen nach Rocky Point. Nach mehrmaligem Fragen habe ich es gefunden. Wie immer ist das Wetter hier sofort wieder sonnig. Der Strand bei Rocky Point Beach ist einsam, sauber und sehr schön.
Anschließend esse ich direkt bei den Fischern zu Mittag. Für 600 J$ pro Pfund gibt es Fisch mit Reis, außerdem leckere Maiskolben für 50 das Stück.

Anschließend fahre ich über Duckenfield und Golden Grove wieder hinauf zum Wasserfall und kann jetzt hier in aller Ruhe baden. Weiter geht es über die Küstenstraße zurück nach Long Bay. Hier ist das Wasser heute extrem klar, da der Wind gedreht hat.
Dienstag, 23. Februar 2010
Ich lasse den Morgen langsam angehen. Das Wetter ist herrlich, das Meer ist ruhig. Ich fahre nach Port Antonio, tanke dort und fahre weiter über Buff Bay auf die B1 in die Blue Mountains. Die Straße ist erstaunlich gut, viel besser als erwartet. Kinder zeigen die Zufahrt zu einem Wasserfall, der sehr schön ist und etwas abseits der Straße liegt (Black River Bridge Falls). Weiter geht es nach Weckfield, wo es eine nette Hängebrücke gibt. Dort gibt es wunderbare Badebecken ohne Touristen oder Einheimische. Die Straße folgt die ganze Zeit dem Buff Bay River. Ab Weckfield wird es kurvig. Bei Cascade gab es mehrere Erdrutsche und die Straße ist an einigen Stellen weggebrochen. Die Bypässe sind allerdings bei gutem Wetter befahrbar, auch derjenige, an welchem ich vor ein paar Tagen in die andere Richtung fahrend, gescheitert war.

WIch fahre die Straße über den Pass auf 1200 Metern bis zum Ende. Oben gibt es wunderschönen tropischen Wald mit Baumfarnen, fleißigen Ließchen.
Ich fahre auf der anderen Seite in Kingston wieder auf die Küstenstraße. Bei Yallahs esse ich noch einmal Jerk Pork für 400 J$ das halbe Pfund.
Da das Wetter im Süden ausnahmsweise einmal nicht so gut ist, fahre ich ohne weitere Badepause durch bis Long Bay, gehe hier nochmals baden, füttern den kleinen Hund und bereiten schon ein wenig die Abreise morgen vor.

Mittwoch, 24. Feb. 2010
Nach einem gemütlichen Morgen packe ich und fahre Richtung Montego Bay. In Ochos Rios schaue ich mir die Kreuzfahrtschiffe im Hafen an und esse nochmal einen leckeren Hummer (mit Beilagen 900 J$). Die Umgebung wird immer touristischer und zivilisierter. In Montego Bay kaufe ich noch etwas ein, gebe das Auto ab (sie untersuchen es sehr sorgfältig) und warte auf den Rückflug.
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