Südafrika

Reisebericht Südafrika 19.10 - 12.11.07

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19.10 - 20.10.

Ich starte pünktlich von FRA mit South African Airways 17.20 Uhr. Es ist eine schöne neue Maschine mit Bildschirmen im Vordersitz und vielen Filmen im Angebot.

Es gibt reichlich zu Essen und zu trinken bei freundlichem Service. Vegetarisches Essen ist zu empfehlen. Das bekommt man dann als erstes ausgeliefert.

Getränke sind alle kostenlos.

Einchecken ist mind. 3 Stunden vorher möglich.

Der Nachtflug geht schnell vorüber. Das Frühstück ist prima, 2 zur Auswahl(warm und kalt). Ich lande pünktlich kurz vor 5.00 Uhr morgens.

Dann aber lässt die Gangway auf sich warten. Lange Schlange an der Passkontrolle.

Ein Gepäckband geht kaputt. Um 6.30 habe ich die Koffer. Geld tausche ich am Bankautomaten (max. 3000 R) mit Maestro Karte unproblematisch.

Alamo/National Autovermietung: Ich muß lange warten. Ein bestellter Allrad Wagen der Leute vor uns ist nicht da. Mein Auto - ein Fiesta- was ein Glück schon.

Die Übergabe ist sehr persönlich und freundlich. Das Auto in gutem Zustand.

Mit dem Handynavi und einem Atlas von Map Studio (Karten Schwarz - Frankfurt 17€) bin ich gut ausgestattet. Es geht über die N2 zur N7 - gut ausgebaute Straßen mit 120 km Beschränkung ohne Stadtdurchfahrten. Unterwegs decke ich mich in einem kleinen Ort mit Wasser ein.

Die Landschaft ist abwechslungsreich.

Olifants River3

Ich sehe die ersten Strauße( mit Kühen zusammen). Die Natur ähnelt Südfrankreich oder dem Westen der USA. Nette Steinformationen. Etwas Busch/ Baumbewuchs. Es blüht einiges.

Ich fahre über einen Pass und komme über Citrusdal zum Olifantriver,

Olifants River

Er hat wenig Wasser, aber schöne helle Sandbänke. Ich mache eine kurze Rast. Die Blumen duften. Überall blühen Lila Sträucher. Es gibt viele Zitrusplantagen.

Kurz danach stelle ich fest, dass der Zigarettenanzünder nicht funktioniert. Ich benötigen ihn aber als Stromversorgung für meine Technik. Ich finde den Fehler nicht. (das nächste Mal muß ich das gleich überprüfen)

In Clanwilliams checke ich am Ortseingang rechts im Guesthouse Bloomenberg ein (570 R incl. Frühstück). Schönes Zimmer mit Bad, W-Lan kostenlos, Pool im Innenhof. ( 11.00 Uhr)

Sehr freundlich und sauber. Wegen Autoreparatur werde ich an die Shell Tankstelle verwiesen. Das klappt auch prima (30 Min. -  Kosten 0,7 R!!! und ein Trinkgeld)

Dann stelle ich fest, dass ich meine Silhouette Sonnenbrille bei der Rast vergessen habe - an der hänge ich!

müde..am Olifants River

Ich fahre zurück und gerade hat sie jemand gefunden und gibt sie mir zurück. Glück gehabt.

Weiter geht es nach Lambertsbay auf einer guten, aber einsamen Straße. Es ist ein kleiner Fischerort. Am Hafen esse ich in Isabellas Restaurant (einfach und günstig) zu  Mittag (Fisch, Muscheln, Wein, Kaffee und Kuchen für 16 R).

Blick auf das Cafe bei den Tölpeln

LambertsBay nach dem Essen

Dann  geht es zur Kaptölpelkolonie (Eintritt 20 R pP). Es brüten 16.000 Vögel. Ich beobachte sie ganz nah. Auf der kleinen Insel (auf kurzem Weg erreichbar) leben auch Robben.

Tölpel5

Das Wetter zieht sich zu und es wird kühl. Aber nur hier am Meer. Schon ein paar Kilometer im Landesinneren sind es wieder 30 C° und blauer Himmel.

Auf dem Rückweg sehe ich eine Schildkröte auf der Straße.

Schildkröte Lambertsbay

Von dieser Seite kommend, sieht man auch sehr schön den Stausee vor  Clanwilliams sowie die Staumauer. Beides ist mir vorher gar nicht richtig aufgefallen.

Zurück in Clanwilliams kaufe ich noch schnell neues Wasser im kleinen Supermarkt in der Ortsmitte. Dann geht es gleich nach dem Ort (R364 verlassen) rechts Richtung Botterkloof. Gute Schotterstraße. Nette Natur mit vielen Schildkröten auf der Straße.

Ich bin müde und drehe um (Sackgasse).Es geht zurück zum B&B. Das Klima ist nicht, wie ich mir einen Frühling vorgestellt habe sondern eher sommerlich. Ich habe auf dem Festland etwa 25 Grad und Sonne, das Getreide steht reif auf den Feldern und es wird immer heißer, je weiter ich nach Norden komme.

 

Sonntag, 21. Oktober 2007

 

Ich nehme ein hervorragendes Frühstück ein,B&B Clanwilliams

packe und fahre los Richtung Springbok auf der N7. Tanken ist sehr einfach, man bleibt sitzen und sagt, was man will. Laut Reiseführer muss man mit Bargeld bezahlen, also versuchen ich es auch nicht anders.

Ich fahre Richtung Norden zunächst ca. 200 km. Die Landschaft sieht aus wie Kalifornien. Kurz vor Garies biege ich nach Osten ab, ausgeschildert ist der Ort Doringkraalpad. Danach geht es nach Karas über den Langkloofpass. Die Strasse ist nicht befestigt, bei gutem Wetter aber sehr gut mit PKW befahrbar, der Fiesta hatte nirgendwo Schwierigkeiten. Manchmal überquert ein Bach die Straße, aber es bleibt flach. Das Gebiet ist wunderschön, meist geht es an einem Bach entlang. Obwohl die Blütezeit vorbei ist, sehe ich überall noch sehr schöne Blumen.

Namaqualand

Namaqualand 2 

Namaqualand Blumen 1

Namaqualand Blumen 6

Namaqualand Blumen 8

Beim Fotografieren fällt mir wegen eines Bremsenstiches mein Fotoapparat in den Sand, so ein Mist! Ich hoffe, er hält noch bis Deutschland durch und macht noch ordentliche Bilder, aber dort muss ich ihn wohl reinigen lassen.

Die Steinformationen ähneln den Alabama-Hills.

An Tieren sehe ich gelbe Webervögel, Sattelstörche, ein Steinböckchen (kleines braunes Reh mit großen Ohren - das ist süß!). Auf einem Busch sitzend, passt ein Erdmännchen auf seine Kolonie auf. So was wie ein Mini-Marder rennt an mir vorbei, Schildkröten und jede Menge bunter Vögel sind zu sehen.

Ab Karas ändert sich die Landschaft, sie wird weiter und ist teilweise bewirtschaftet. Weiter geht es nach Leliefontein über den Kamisbergpass wieder zur N7 Kamiskroon. Die ganze Strecke ist ca. 50 km lang und dauert 3 Stunden zzgl. Pausen.

Die letzten 60 Km nach Springbok lege ich in ca. 30 Minuten zurück. In der Stadt angekommen, fahre ich zu Annies Cottage B&B. Das Zimmer kostet 300 Rand . Ich habe die Wahl unter mehreren Zimmern, von denen jedes auf seine Art schön ist.

Springbok1

Das Cottage ist ein Herrenhaus und hat einen kleinen Pool. Springbok selbst ist ein wenig auseinandergerissen. Ich esse in einem kleinen Family Restaurant gegenüber der Springbok Lodge. Das Essen ist hervorragend und sehr preiswert (ein 500 g T-Bone Steak kostet mit Folienkartoffel etwas mehr als 5 Euro, das Glas Rotwein dazu 70 Cent).

Anschließend gehe ich noch im Supermarkt Wasser einkaufen und fahre dann zu meinem Zimmer. Dort gibt es Kaffee und Tee sowie einen Dessertportwein (alles im Zimmerpreis inbegriffen).

 

Montag, 22. Oktober 2007

 

Ich stehe um 5 Uhr 50 auf und gehe eine halbe Stunde Joggen. Da es rings um Springbok in die Hügel geht und ich dafür zu faul bin, laufe ich durch den Ort, auch ein ganz schönes Hoch und Runter.

Nach einem guten Frühstück checke ich aus und fahre los. Die Karoo endet und die Kalahari beginnt. Es wird immer trockener. Die Pflanzen ändern sich.

Es geht auf die N14 Richtung Upington. Nach etwa 220 km und einigen kurzen Stops, davon einer in Pofadder zum Tanken und Einkaufen - ein Ort ohne jedes Flair, biege ich links ab auf eine unbefestigte Straße Richtung Augrabies. Davor an der N14 gibt es Webervögel, die richtig große Nester in Bäume und an Telefonmasten bauen. Sie leben bis zu 200 in einem Nest.

Webervogelnest2

In Augrabies stoße ich wieder auf eine geteerte Straße und folge dieser bis zum Parkeingang. Etwa 5 km vor dem Eingang gibt es B&Bs, aber da ich bereits im Park vorgebucht hatten, frage ich hier gar nicht erst.

Augrabie Falls schild np

Am Eingang des Parks werden die Personalien aufgenommen und die Reservierung kontrolliert. Erst dann darf ich weiterfahren zur Rezeption.

Augrabie Falls np

Mein Zimmer ist noch nicht ganz fertig, also füllen ich erst einmal alles aus und kaufe eine Wild Card -  Eintritt für alle National Parks in Südafrika für ein Jahr. Sie kostet uns im Moment 1390 Rand, wird aber ab 1.11. ca. 100  Rand teurer. Dazu gibt es ein sehr schönes Infoheft mit vielen Berichten und Fotos. Mit der Wildcard sammelt man auch Punkte, die man wieder bei bestimmten Stellen einlösen kann (Bonusprogramm). Ich kaufe für 30 R ein tolles Parkinfoheft.

Der nächtliche Ausflug ist leider schon ausgebucht. Ich lasse mir einen 5 km Trail (Dassietrail) erklären, trinke einen Kaffee im Restaurant, kaufe ein paar Kleinigkeiten im Laden ein und besuche die Aussichtsplattform der Fälle.

Augrabie Falls2

Sie sehen sehr nett aus, obwohl es im Moment Niedrigwasser hat. Es gibt auch einen  Pool  - für Übernachtungsgäste - man kann aber auch als Besucher kurz baden, das merkt keiner. Abgeschlossen ist es nicht.

Anschließen checke ich in mein Zimmer ein und gehe gegen drei auf den Trail. Er hält, was er verspricht, verschiedene Pflanzen und geologische Formationen werden beschrieben in dem Trail-Flyer, außerdem sehe ich eine Sandschlange, Klippspringer, herrliche Eidechsen, die leider zum Fotografieren zu schnell sind ( Augrabies colored lizzard) und die allgegenwärtigen Klippschliefer ( Dassie), die ein bisschen aussehen wie Murmeltiere, aber doch die nächsten Verwandten der Elefanten sind.

Augrabie Falls np dassie 2

Was ein Glück gibt es auf dem Trail viel Wasser zum Abkühlen (35 C°) Nach drei Stunden komme ich ins Camp zurück. Will man nicht den ganzen Trail  machen, sollte man bis zum Arrowpoint gehen (1 St) und den 2. Wasserfall anschauen.

Augrabie Falls arrow point1

Augrabie Falls wasserfall arrow point.2JPG 

Augrabie Falls wasserfall arrow point lars

Augrabie Falls trail 3

Augrabie Falls snake2

Augrabie Falls trails 4

Man kann auch einen Teil des Trails mit dem PKW abkürzen, indem man vom Ende her den Gamedrive nimmt und bis zum Moonrock fährt.

Augrabie Falls zimmer

Ich dusche, genieße den Sonnenuntergang auf den Steinen am Wasserfall, essen für 100 Rand gut zu Abend und spaziere zu meinem Zimmer zurück. Der Mond beleuchtet alles ganz herrlich, aber da ich morgen einen anstrengenden Tag habe, unternehme ich nichts mehr.

 

Dienstag, 23. Oktober 2007

 

Ich stehe kurz vor 6 Uhr auf. Ich laufe den Trail von gestern noch einmal. Am Anfang des Trails muss ich durch eine ganze Pavianhorde hindurch,

Pavian Augrabie Falls1

die keinerlei Angst haben aber zumindest zur Seite gehen und sich nicht mit mir anlegen. Sie sind auf dem Weg zum Campingplatz- frühstücken!!!

Pavian Augrabie Falls

Später auf dem Trail begegne ich Klippspringerpärchen, diesmal ganz nah.

Weiter auf dem Game Drive gibt es schöne Steinformationen. In Höhe des Moon Rock, ein glatter Felsen in Hügelform, steht plötzlich eine Giraffe nicht weit weg von der Straße.

Augrabie Falls giraffe2

Anschließend checke ich aus und fahre nach Upington. Die Fahrt geht auf guter Straße über Augrabies, dann weiter auf der N14.

Upington ist erstaunlich groß, hier kann man alles kaufen. Ich decke mich mit Lebensmitteln in Pickn Pay Supermarkt ein. Davor gehe ich im Kaffee Molinari links des Einganges lecker frühstücken.

In Upington biegt die Straße 360 Richtung FrontierPark/ Gemsbokpark  ab. Die Straße ist gut und asphaltiert. Die letzten unbefestigten 40 km werden bis 2009 ausgebaut. Bauarbeiten sind schon begonnen. Teilweise sind die 40 km recht steinig, aber auch mit normalem PKW gut befahrbar. Neben der Baustelle gibt es eine gute unbefestigte Behelfsstraße. Der unbefestigte Teil ist immer noch besser als viele Straßen in Costa Rica. Überall am Weg gibt es wieder riesige Gemeinschaftswohnnester der Webervögel (auf Telefonmasten oder Bäumen),

Webervogelnest.5JPG

Am Parktor muss man wieder das Eintrittsformular ausfüllen (Passnummer, Autokennzeichen etc). Dann geht es zum Parkheadqarter. Da muss man dann die Wildcard vorlegen, bekommt auf die Unterkunft Punkte gutgeschrieben.Meine Reservierung hat funktioniert und ich beziehe Chalet #1 . Vorher reserviere ich noch den Sunrisedrive. Sunset fällt aus. Fahrzeug defekt. Ich kaufe auch hier wieder das Infoheftchen für den Park (35 R) mit vielen Infos zu Tieren und Pflanzen. Nr. 1 ist ein 2 Zimmer Bungalow mit Küchenzeile und 4 Betten!

Zur Begrüßung erwartet mich ein hungriges Hörnchen und ein yellow Mongoose. Sie bekommen etwas vom Erdnussbutter Toast und sind glücklich.

twee rivieren hörnchen3

twee rivieren mongoos1

Ich melde mich beim Parkoffice ab (das muss immer sein) und fahre Richtung Mata Mata. Um 19.00 schließt das Gate und ich muß bis dahin zurück sein.

Die unbefestigte Straße ist gut befahrbar (max. 50 kmh). Ich treffe fast kein Auto und sehe folgende Tiere: Strauße, Gnus, Gemsbock, verschieden Antilopen( Onyx ), Gepunktete Adlereulen, Schwarzrückenschakale, einen Falken mit rotem Schnabel und roten Beinen.

transfrontier antilope 1

auf der Jagd

transfrontier antilope 3

transfrontier antilope 4

transfrontier antilope 6

transfrontier strauß 2

transfrontier sunrise2

Pünktlich zurück muß ich mich wieder melden. Danach gibts Abendessen im Chalet und ein Glas Wein auf der Terrasse.  Irgendetwas macht lustige ungewohnte Quakgeräusche.

Nachtrag: Es gibt einen kleinen Laden, ein Restaurant und eine Tankstelle. Benzin kostet überall gleich ca. 70 Cent.

Mittwoch, 24. Oktober 2007

5.30 Sunrisedrive für 120 R.

transfrontier sunrise drive 1

Ich stehe um 5 Uhr auf, da der Sunrise Drive um 5:30 beginnt. Man sollte sich warm anziehen: feste Schuhe, lange Hosen, winddichte Jacke, Kapuze oder Mützen. Langer Pulli. Als wir losfahren,  ist es fast hell. Ich sehe: Kori Bustard, Stachelschwein. Ginat Eagle Owl, Elan-Antilopen (zu Gast aus Botswana), Red Hartebeast (scheu), Steinböckchen. Alles in allem ist die Fahrt langatmig und nicht sehr informativ. Es werden die normalen Straßen befahren und das kann man auch selbst tun. Zurück bin ich um 8, frühstücke (wieder mit Gästen) und checke aus Richtung Nossob. Auch hier ist die Straße prima. Für die 152 km brauche ich mit Pausen 4,5 Stunden. Insgesamt sehe ich nicht so viele Tiere wie gestern Nachmittag auf der Mata-Mata Strecke. In Nossob checke ich ein, erhalte wieder Punkte auf meine Wildcard. Ich wohne in 5b, die Terrasse geht auf die Westseite, das Zimmer ist ok, die vielen Falter sind etwas aufdringlich. Ich ruhe mich ein wenig aus und erkundige mich an der freundlichen Rezeption, wo heute bereits Löwen gesichtet wurden. Im Camp gibt es einen Pool und ein nachts beleuchtetes Wasserloch mit Beobachtungsstand. Es gibt ein kleines VisitorCenter und einen wirklich kleinen Laden (besser in Upington einkaufen).

Ich  fahre zurück über die Wasserstelle Marie Se Draai Richtung Wasserloch Kapersdraai. Dank anderer wartender Fahrzeuge kann ich dort einen Löwen beobachten.

Löwe beim Fressen

Er frisst die Beute, die das Weibchen am Morgen gerissen hat. Auf dem Rückweg sehe ich noch farbenfrohe Swallow Tailed Bee Eater und eine gelbe Cap-Cobra direkt an der Straße.

Kobra2 

Nach dem Abendessen gehe ich noch an das Wasserloch und schaue mal, ob sich heute Abend Hyänen sehen lassen.

 

Donnerstag, 25.10.2007

 

Über Nacht wird der Strom abgeschaltet. Somit ist auch das Wasserloch unbeleuchtet.

frontiere national schakal1

In den frühen Morgenstunden lachen die Hyänen und die Löwen brüllen.

Am Camp direkt sehe ich aber niemanden. Das Gate öffnet um 6 und ich starte Richtung Süden. Schon nach zwei Wasserlöchern treffe ich den ersten Löwen, der gemächlich neben der Straße spaziert. Kurz darauf sehe ich einen weiteren, alles Männchen.

frontiere national löwe2

Eine braune Hyäne kreuzt den Weg direkt hinter dem Auto, sie hat es offenbar eilig

frontiere national hyäne2

. An einem Wasserloch kann ich einen süßen Fuchs mit riesigen Fledermausohren (sieht aus wie Dobby) auf Beutfang beobachten.

Bat Eard Fox

 

Ich treffe auch wieder eine Wildkatze.

transfrontier wildkatze 3

Ich nehme den ersten Abzweig nach Westen und schneide die Dünen. Die Straße ist hervorragend, nur sehr staubig.

Hier sehe ich vereinzelt Tiere, unter anderem zwei Mal Steinböckchen.

frontiere national7

Auf der Mata-Mata Straße biege ich wieder Richtung Süden ab und sehe als erstes vier Giraffen. Wie ich später erfahre, gehören sie ursprünglich nicht hier her (Etosha-Pfanne). Damit schaden sie dem hiesigen Ökosystem. Trotzdem wurden sie als Eyecatcher vor zwei Jahrzehnten in den Park gebracht.

frontiere national griraffe2

Ich checke in Twee Rivieren aus und fahre nach Upington. Hier gibt es am Fluss die Butler Street mit vielen B&Bs. Ich wählen zufällig das Mafanie aus und habe ein Häuschen direkt am Fluss für 450 incl. Frühstück. Die Besitzerin ist sehr nett und nimmt sich gern die Zeit, alle Fragen zu beantworten. Außerdem treffe ich hier die frühere Professorin für Zoologie der Unis Marburg und Bonn, Prof. Rasa. Sie hat ein privates Natural Reserve, das €žKalahari Trails. Leider wusste ich das vorher nicht, denn sie erklärt viele Kleinigkeiten und verfügt über einen großen Erfahrungsschatz. Mit ihr kann man die Kalahari zu Fu erleben, Spuren lesen lernen, nächtliche Spaziergänge machen und viele Fragen stellen. Sie erklrte mir auch, dass die Giraffen nicht hätten angesiedelt werden dürfen.

Anschließend gehe ich im Cafe Molinari

Bar in Upington

wieder essen und kaufe im Pick&Pay ein, trinke auf meiner Terrasse mit Blick auf den Fluss noch ein Glas Wein und beende so den Tag. In der Nacht gibt es starke Gewitter.

 

Freitag, 26. Oktober 2007

 

Das Frühstück nehme ich im Haus neben an ein, die River Lodge der Tochter. Es ist o.k.-nichts besonderes, die Lodge sehr schön. Sie liegt ebenfalls direkt am Fluss. Viele Geschäftsleute steigen hier ab.

Ich breche auf nach Kimberley. Dort soll es einen See mit Flamingos geben, hat mir ein Gast beim Frühstück erzählt.

Es regnet weiter. Die Fahrt ist langweilig- 3,5 Stunden. Es wird wieder etwas grüner.

In Kimberley kaufe ich leckere Früchte ein und schaue von außen in das Big Hole.

Es ist das größte von Menschen geschaffene Loch - eine alte Diamantenmine. Zu besuchen nur über ein angeschlossenes kostenpflichtiges Museum. Der Reiseführer erzählt viel und ich lasse den Besuch aus. Dafür finde ich an der Straße N 12 Richtung Johannesburg kurz nach dem Casino Flamingo die Lesser Flamingos.

lesser flamingos1

Sie sind wunderschön und viel farbiger als in Südfrankreich. Leider fängt es wieder an zu regnen. Ich drehe um und fahre die N12 Richtung Capetown. 58 km nach Kimberley geht es an der Abfahrt Hayfield zum neuen Mokala NP. Ich entscheide aber, doch nicht dort zu übernachten, weil es schrecklich regnet. Die letzten Kilometer müssen auf einer unbefestigten Straße zurückgelegt werden.

Ich drehe wieder um und fahre über Kimberley dann auf der N8 nach Bloemfontein. Dort versuche ich im Kleine Eden Guesthouse ein Zimmer zu bekommen, habe aber Pech. Es ist morgen  ein Rugby Spiel der Cheetahs hier und alles ist belegt.

Cheetas 1

Das Guesthouse ist sehr schön in einem ruhigen Wohngebiet gelegen. Der Besitzer ist super nett und vermittelt mir ein anderes Zimmer in dem Guesthouse Flonrentina, www.florentina.co.za. Es ist das letzte Zimmer. Etwas luxuriöser, mit einer sehr schönen Gemeinschaftsküche. Im Zimmer aber auch Kaffee und Tee.

Es kostet mit kleinem Frühstück- verschiedene Cornflakes und Kaffee/Tee 450 R. Mit richtigem Frühstück 590 R. Da ich noch nicht weiß, wann ich morgen los fahre, wähle ich das kleine.

Ich esse in einem Kaffee (Euro Cafe) in der Mimosa Mall zu Abend. ( tolle Torten!- große Kaffee Auswahl. Hier gäbe es auch leckeres Frühstück für kleines Geld. Es hat bis spät geöffnet.

Bloemfontein erscheint ordentlicher/ konservativer  als Kimberley. Es soll sicherer sein.

 

Samstag, 27. Oktober 2007

 

Trotz kostenlosem Cornflakes Frühstück im B&B nehme ich ein zweites Frühstück im Euro-Cafe ein. Dann fahre wirich auf der N8 Richtung Ladybrand. Auf halben Weg  biege ich rechts zum Maria Moroko NP ab. Der Park ist offensichtlich am Wochenende geschlossen, es gibt keinerlei Infotafeln dazu. Ich fahre die Straße weiter bis zu einem Hotel (hier wohnt übrigens die gegnerische Rugby-Mannschaft). Dort würde ich (ausnahmsweise) einen Guide bekommen, der mich 45 Minuten im Park rumfährt für 80 Rand pro Person. In meinem Reisführer stand, dass man den Park auch alleine besichtigen könne, deswegen lehne ich das Angebot ab und fahre weiter. Auf dem Weg sehe ich Sekretärvögel und tolle Blumen sowie White Quilld Corhaan (was immer das auf Deutsch heißt). Nach Ladybrand wird die Landschaft immer schöner, sie erinnert an Colorado. Das Wetter ist leider immer noch schlecht, immer wieder regnet es.

Clarance3

Es geht langsam in eine Hochebene, es ist sehr grün und an den Bächen stehen große Weidenbäume. Die Einfahrt in den Golden Gate liegt auf immerhin 2000 Meter, obwohl es sich gar nicht so anfühlt.

In Ficksburg ist die Touristeninformation der wahre Hohn, dafür ist die Umgebung herrlich. Anschließend komme ich nach Clarance, ein Künstlerstädchen, welches ein reiner Touriort ist, jedoch klein und nett.

Clarance2

3 Stunden verbringe ich mit der Suche nach einer Unterkunft. Es gibt sehr schön gelegene Farmen (Anfahrt 5 km oder mehr auf teilweise unbefestigter Straße). In Clarance und im gesamten Golden Gate Parc gibt es nicht eine Unterkunft mehr (wegen eines Motocrossrennen in Harriesmith). Inzwischen hat es aufgeklart und der Park macht seinem Namen alle Ehre. Die Felsen strahlen in herrlichen Rosttönen.

golden gate

Ich mache mich auf nach Bethlehem und finde da zwar keinen Stall aber ein schönes B&B mit dem Namen Fisant-Guesthouse. Es ist ruhig in einer Wohngegend am Stadtrand gelegen. Die Schwester des Besitzers ist sehr freundlich und empfiehlt uns das Ocean Basket in der Kerk Street zum Abendessen. Das B&B kostet 440 Rand, die Schwester spricht ein sehr gutes Deutsch.

Das Ocean Basket ist ein einfaches aber sehr leckeres Fischlokal.

 

Sonntag, 28. Oktober 2007

 

Ich bekomme von Luise ein sehr leckeres Frühstück. Auf meinem Weg in die Drachenberge soll ich nach Tendele fahren meint sie. Auf dem Weg dorthin fahre ich noch einmal durch den Golden Gate NP.

golden gate np

Die Straße liegt auf ca. 2100 Metern. Der Frühling ist hier noch ganz am Anfang. Ich fahre zwei Loops abseits der Hauptstraße und sehe dort sehr schöne Vögel.

Vogel2

Vogel

 

golden gate blumen

Die Loops gehen bis auf 2350 Meter. Auf der Weiterfahrt begegne ich den ersten Zebras. Nach dem NP wird die Landschaft wieder etwas eintöniger. Kurz vor Harriesmith biege ich rechts Richtung Royal Natal NP ab. Die Schwarzen sind hier offensichtlich besser situiert, was Häuser und Kleider beweisen.

Vorbei an einem sehr großen Stausee fahre ich  in die Berge hinein. Das Parkgate ist 24 Stunden geöffnet. Ich checke im Tendele Camp ein und bekomme ein Chalet für 640 Rand (self Catering, No 9).

Tendele Chalet

Es hat einen wunderbaren Blick auf das Amphitheater (World Heritage).

Amphietheater Tendele1

Tendele Treck3o- blumen

Die Frau im Office ist sehr lieb und hilfsbereit. Nachdem es kein Brot gibt, da die Paviane es gestohlen haben, bringt sie mir Brot aus ihrem eigenen Gefrierfach. Sie hat drei Hunde, die sich allerdings nicht als Wachhunde eignen, wenn man den Pavianüberfall bedenkt.

Ich laufe den Trail “Tiger Falls & Cascades”.

 

Er ist teilweise betoniert!!! Dauer ca. 3 Stunden. Das Wetter ist momentan sehr gut, was nicht häufig ist. Da am Beginn die Wiesen im letzten Jahr gebrannt haben, sind jetzt überall die Blumen am sprießen und blühen. Ich sehe die Protea Caffra und Natal Bottle Brushes. Außerdem eine Menge Vögel und Frühlingsblumen, sowie zwei rehähnliche Wildtiere. Die Eisvögel verstecken sich leider vor mir.

Tendele kleiner Treck1

Nach dem Hike mache ich mir etwas zu essen und lasse den Abend ausklingen. Gleichzeitig ziehen Gewitter auf, mal sehen, wie das Wetter morgen ist.

 

Montag, 29. Oktober 2007

 

Nebel liegen im Talkessel, aber nach sehr starken Gewittern in der Nacht ist das Wetter wieder ok.  Ich mach mich nach dem Frühstück auf den Weg. Ich gehe den Gorge Trail, einen 13 km langen einfachen Hike, der ins Amphitheater hineinführt. Unterwegs begegnen mir ein großer Schmetterling (Morpho-Größe), mit beiger Grundfarbe und orangenen und braunen Punkten, eine Art Reh, nur viel kleiner und jede Menge Vögel. Die Blumen blühen hier gerade, es dominieren blaue und violette Farben, ergänzt von gelb und weiß-Tönen, rot ist selten, wenn man von dem einen Baum absieht, der hier überall steht.

Tendele Treck36- blumen

Tendele Treck37- blumen

Tendele Treck3 - blumen

Am Trailende geht es rechts den Fluss hinauf und das ist das eigentliche Highlight des Hikes. Die Umgebung wird wilder, man sieht den zweithöchsten Wasserfall der Welt (angeblich).

Tendele Treck26 leiter

Tendele Treck28

Tendele Treck29

Tendele Treck25

Theoretisch ist es möglich, bis zum Fuße des Wasserfalls weiter zu gehen, aber das lasse ich, gehe zurück und wende mich der linken Seite zu, die allerdings etwas enttäuschende Ausblicke bietet. Inzwischen ist eine ganze Gruppe anderer Touristen da, von denen allerdings nur etwa die Hälfte das Boulder Hopping wagt, nur vier gehen auf die rechte Seite, die tatsächlich etwas schwieriger ist.

Fluß mit Serval-Futter - Tendele

Am Abend folge ich Serval-Spuren, höre auch mehrere dieser kleinen Katzen, sehe sie aber nicht. Dafür sehe ich den schillernden Malachit Sunbird, der wunderbar aussieht, aber für ein Foto leider zu weit entfernt ist. Außerdem komme ich an einer kleinen Höhle mit Malereien der San vorbei, die noch nicht allzualt zu sein scheinen. Auch ein Reh mit großen abstehenden Ohren schrecke ich versehentlich auf. Das Camp ist wirklich sehr schön ruhig und fast schon eine Spur zu zivilisiert. Die Häuschen werden jeden Tag sauber gemacht, Handtücher gewechselt usw. In den beiden Lodges ist es sogar so, dass man sich zwar das Essen selbst mitbringen muss, aber ein Koch des Camps den Leuten das Essen zubereitet¦

 

Dienstag, 30. Oktober 2007

 

Halb Sechs Uhr morgens laufe ich noch einmal los, um den Serval vielleicht doch noch zu entdecken. Leider sehe ich ihn nicht, allerdings muss er schon unterwegs sein, da frische Spuren vorhanden sind.

Beim Frühstück genieße ich noch einmal den Blick auf das Amphitheater und beobachte den Webervogel, der direkt neben dem Chalet sein Nest baut.

Webervogelnest

Danach fahre ich aus dem Park heraus. Die Kinder der Dörfer begegne mir in ihren Uniformen auf dem Weg zur Schule. Ich fahre über Bergville und Winterton auf die N3 und von dort Richtung Giants Castle wieder in die Drakensberge hinein.

Giants Castle 2

Leider verpasse ich dabei die erste Abfahrt und so versuche ich es 30 km später mit der Einfahrt, die man nehmen würde, wenn man von der Küste käme. (Abfahrt Mooi River, Maut von 7,5 Rand muss gezahlt werden) Die Straße ist asphaltiert, ist aber übersäht mit Schlaglöchern, so dass man im Schnitt nur 40 kmh rechnen kann.

Im Nationalpark angekommen, bin ich zunächst ein wenig enttäuscht über die Landschaft. Es ist nicht so schroff wie in Tendele, sondern vielmehr ein liebliches Hügelland auf 1800 Metern Höhe. Das Wetter ist durchwachsen und so kann ich die richtigen Berge hinter dem Hügelland nur vermuten.

Giants Castle Trek 2

Ich suche mir ein Chalet aus. Es ist hier noch komfortabler als in Tendele, das Wasser ist gechlort, Satellitenfernsehen, eine komplette Küche ect. Die Rezeption (ein Rasterguy) ist nicht besonders freundlich und meiner Meinung nach inkompetent.

Für 25 Rand gibt es Tickets zur Besichtigung der San-Höhlenmalereien. Es geht einen 2,5 km langen einfachen Weg zu den Höhlen. Die Tour gibt es je zur vollen Stunden bis 15:00 jeden Tag, sie wird von einem Guide begleitet.

San-Malerei8

San-Malerei4

San-Malerei6

Von ihm erfahre ich viel über das Leben und die Malereien der Buschmänner. Der Weg zurück geht über den €žRiver Walk, einen weiteren einfachen Trail entlang des Flusses. Ich finde die Hinterlassenschaften der Flußotter, habe aber ein weiteres Mal Pech und sehe die Otter selbst nicht.

Es beginnt zu regnen. Ich mache mir neben dem Heater noch den Kamin an und bald prasselt ein Feuer in ihm (Holz umsonst im Zimmer) und wärmt zusätzlich. Abends esse ich im Restaurant. Es gibt lediglich ein Buffett für 110 Rand zzgl. Getränke. Das Essen ist ok, aber nichts Besonderes. Der Laden schließt früh und ist schlecht bestückt

 

Mittwoch, 31. Oktober 2007

 

Ich stehe halb sechs auf und setze mich mit meinem Tee auf eine Terrasse Haus 8 mit traumhaftem Ausblick, die nach Auskunft der Rezeption gar nicht frei sein dürfte, aber in Wirklichkeit sind viele der hinteren Chalets mit tollem Blick frei, hier ist also Nachhaltigkeit beim Check In gefragt.  Die Nebel steigen langsam auf und man hat eine wirklich tolle Aussicht auf die Hügel und das jetzt sichtbare Giant Castle im Hintergrund und ein paar Rehartige Tiere.

Gegen 8 gehe ich los auf den Trail zum Langalibalele Pass. Ich nehme mir 4 Stunden vor und laufe 10 Km in Richtung des Passes. Dabei erreiche ich die höchste Stelle des Hügellandes und habe eine traumhafte Aussicht.

Giants Castle Trek 4

 

Außerdem finde ich Bergkristalle und kleine offene Geoden. Es gibt schöne Blumen(Gladiolen, Strohblumen)

An Tieren sehe ich nur einen Pavian, der weit vor mir über den Hügel trabt, auf dem ich mich Minuten später abmühe. Auch die Malachit Sunbirds sind wieder da, allerdings lassen sie sich auch dieses Mal nicht fotografieren, sie sind viel zu schnell. Pillendreherkäfer mühen sich ab, ihre Dungkugeln zu transportieren und auf dem Gipfel des Hügels schießen Schwalben durch die Luft.

Pillendreher

Hier wird es auch windig und kühl. Jacke nicht vergessen! Das Wetter schlägt um.

Wieder zurück, esse ich noch etwas zu Mittag. Das Essen ist nicht wirklich gut, aber es sättigt. Dann fahre ich los Richtung Port Shepstone an Durban vorbei, da ich morgen in den Oribi Gorge will. Die Fahrt ist langweilig aber schnell auf der N3/N2. Es kostet eine geringe Strßenmaut. Ih finde eine wirklich coole Unterkunft in Umzumbe im Mantis and Moon, einem von Deutschen geführten Surfcamp. Hier herrscht Karibik-Gefühl, gespielt wird Reaggie, ich bekomme ein Baumhaus;-)

Surfcamp - Manties & Moon2

Surfcamp3

Surfcamp1

Die Übernachtung kostet 280 Rand. Frühstück ist umsonst, zum Abendessen gibt es Pizza, in der Bar trinkt man einfach und bezahlt dann später (pro Getränk 10 Rand). Nur Bargeld!

Hund Surfcamp

 

Donnerstag, 1. November 2007

 

Ein einfaches Frühstück gibt es für 20 Rand. Ich schaue mir den Strand an, bevor ich weiter fahre. En breiter Sandstrand mit einigen Felsen darin, es geht etwas Wind und die Brandung kommt ungemütlich daher.

Surfcamp4

BEach3

Der Strand ist absolut leer, sauber, aber eigentlich nichts Besonderes (gemessen an anderen Stränden der Welt). Danach fahre ich zunächst zum Oribi Gorge. Das Wetter hält sich gerade so, noch regnet es nicht. Bei besserem Wetter könnte man die 5 Trails abwandern, aber mir ist nicht danach. Der Gorge selbst ist nett. Es soll viele Vögel geben aber ich sehe nicht einen, der über die Arten, die ich immer sehe, hinaus geht. Da es kein Eingangsgate gibt, fällt es mir auch erst auf, dass ich bereits im Gorge bin, als ich am ersten Picknickplatz halt mache. 10 Minuten später bin ich auch schon wieder draußen, ein klein wenig enttäuscht.

Auf der Weiterfahrt durchquere ich das frühere Homeland Trans Kei. Leider habe ich die meiste Zeit wolkenbruchartige Regenfälle, die meine Geschwindigkeit zum Teil auf 20 kmh drosseln. In den Städtchen, die ich durchfahre, sehe ich nicht ein einziges weißes Gesicht. Insgesamt wirkt die Gegend aber weniger arm als erwartet, auch wieder gemessen an den Eindrücken, die ich zu Beginn im Westen und Norden Südafrikas gesammelt hatte. Über das gesamte Land sind Hütten verstreut, in den Städten findet das Leben überwiegend vor den Geschäften auf der Straße statt. Anschließend komme ich in die ehemalige Ciskei, ein weiteres früheres Homeland. Allerdings hat sich hier die Landschaft geändert, das Land ist nicht mehr so bergig und es gibt große Weideflächen.

Nach ca. 650 km Fahrt komme ich nach King Williams Town. Seit ungefähr 70 km regnet es nicht mehr. Ich komme unter im B&B Twins.

Twins B&B King Williams Town

Ich bin in einem Zweitgebäude untergebracht, welches normalerweise Self Catering ist. Der Raum ist recht groß und mit allem ausgestattet, sogar eine Waschmaschine gibt es. Der Raum kostet incl. Frühstück 440 Rand.

Ich kaufe im Pick&PAy noch ein paar Sachen für morgen ein und esse dann im Steakhaus - ein Desaster. Zunächst bekomme ich das falsche Essen geliefert, als dann das richtige kommt, ist es kalt und als es wieder warm ist, ist es das gleiche Steak wie eine halbe Stunde vorher- nur weder Medium noch lecker. Die Baked Potato kommt trocken ohne alles. Das alles zu einem für Südafrika recht hohem Preis.

Freitag, 2. November 2007

 

Ich stehe gegen sechs auf. Wider Erwarten war die Nacht sehr ruhig. Das Frühstück ist sehr empfehlenswert, die Gäste sind bunt gemischt, Schwarze, Weiße, Pakistani.

Twins B&B King Williams Town2

Nach dem Frühstück unterhalte ich mich noch über eine Stunde mit den Besitzern und erfahren viel über die aktuelle Situation Südafrikas. Danach fahre ich über Alice bis kurz danach die 345 links abzweigt. Es handelt sich um eine unbefestigte, aber befahrbare Straße. Nach ca. 20 km kommt man zum Parkeingang des Great Fish River Reserve. Nach einigen Metern im Park steht die erste Giraffe auf der Straße.

Great Fish River Reserve Griraffe

Warzenschweine laufen neben dem Weg, sind aber sehr scheu. Ein wirklich riesengroßer Raubvogel steigt ca. 30 Meter vor mir auf, seine Flügelspannweite ist nicht unter 2 Meter, allerdings weiß ich nicht, was es ist, da ich ihn auch nur von hinten sehe. Ich halte am Headquarter, bekomme ein Chalet bei der Mvubu-Lodge 5 km weiter und buche einen Hippo River Walk mit einem Ranger für den nächsten Morgen. Bezahlen soll ich ihn noch nicht, da die Wettersituation unsicher ist. Auf dem Weg zum Chalet bin ich mit meinem kleinen Auto froh, dass die Straße trocken ist. Es gibt unten drei Doppelchalets, oben ist die Lodge. Alle sind so voneinander getrennt, dass man nur den direkten Nachbarn hören/sehen würde und haben direkten Blick auf den unten fließenden Great Fish River.

Great Fish River Reserve es ist

Great Fish River

Ganz toll ist, dass ich komplett allein in den 6 Chalets bin. Bei meiner Ankunft verschwindet ein großer Waran, der unter der Veranda geschlafen hat. Das Chalet ist im Maisonettestil, hat insgesamt vier Betten, eine große überdachte Terrasse mit Grill, Küche und Bad. Am Nachmittag fahre ich den Game Drive, der direkt am Head Quarter abgeht. Es ist ein 13 km Loop und ich sehe: Strauße, Warzenschweine, Wasserböcke, verschiedenen Antilopenarten, eine Herde Zebras, zwei Breitmaulnashörner, viele Vögel, eine Schildkröte, eine weitere Giraffe, Paviane, ein Häschen.

Great Fish River Reserve Rhinos2

Great Fish River Reserve Turtle

Great Fish River Reserve Warzenschwein

Great Fish River Zebras1

Great Fish River Reserve RUndfahrt1

Partner

Partner2

Der Bewuchs im ganzen Park hat Savannencharakter, es herrschen baumgroße Wolfsmilchgewächse und Dornengestrüpp vor. Insgesamt macht der Park auf mich einen natürlichen Eindruck, die Tiere sind scheuer als in der Kalahari und ich empfinden das als sehr positiv. Dazu trägt nicht zuletzt bei, dass ich allein bin 

 

Samstag, 03.11.2007

 

Um Sieben Uhr beginnt mein River Walk zusammen mit einem bewaffneten Ranger.

Der Walk ist sehr interessant, der Ranger erklärt viel über Spuren der Tiere. Außer Meerkatzen, Schakalen, Warzenschweinen und jeder Menge Vögel sehe ich jedoch weder die Black Rhinos noch Flusspferde. Allerdings finde ich von beiden Arten Fußspuren, Dunghaufen und von den Rhinos sieht man sogar im Sand exakt, wo sie (der Länge nach) gelegen haben. Nach dem Walk frühstücken ich, packe und fahre aus dem Park über die Double Drift Lodge aus. Die Straße in diese Richtung ist ebenfalls unbefestigt, hat aber eine gute Qualität. Der Überquerung des Flusses bei der Furt ist völlig unproblematisch.

Great Fish River2

Die nächste Stadt auf meiner Strecke ist Grahams Town. Es ist Samstag und hier ist wirklich viel los. Es gibt eine Straße mit sehr schönen Kolonialhäusern, die Straße ist breit angelegt, die Stadt macht einen eher untypischen positiven Eindruck. Ich tanke und kaufe ein.

Über die N2 und N10 gelange ich in einer reichlichen Stunde in den Ado Elephant Park. Ich treffe auf Menschenmassen, asphaltierte Straßen und absolut menschengewöhnte Tiere - schrecklich!

Ado Elephant 1

Ado Elephant 5

Ado Elephant Warzenschwein

Ado Elephant Antilope3

Ado Elephant Antilope1

Ado Elephant Antilope2

Zum Glück gibt es noch ein paar unbefestigte Straßen im Park, was aber auf das Verhalten der Tiere keinen Einfluss hat, auch hier rennen nicht ein Mal die scheuen Warzenschweine davon. Was ich allerdings auch hier nicht sehe, sind Büffel und Black Rhinos.

Ich entscheide mich, nicht in der Nähe des Parks zu übernachten und fahre bis Jeffreys Bay. Dort checke ich im Ocean Views B&B ein. Die Besitzerin ist wohl gerade vor einer Woche überfallen worden und sieht nicht gut aus. Obwohl das Zimmer top ist und auch noch ein großer Gemeinschaftsraum zur Verfügung steht, bin ich der einzige Gast, während das B&B 100 Meter weiter voll ist. Die Familie macht auf mich insgesamt einen komischen, mürrischen Eindruck, Mann und Kind erwidern noch nicht einmal einen Gruß. Wie dem auch sei, es ist schon spät und ich bin froh, noch eine gute Unterkunft gefunden zu haben.

 

Sonntag, 4. November 2007

 

Das Frühstück ist nicht so toll, das B&B bleibt merkwürdig. Ich esse und checke aus. Ich fahre zum Tsitsikamma Park über die N2. Der Trail zur Hängebrücke am Storm River Mouth ist gesperrt, da es vor Wochen einen Waldbrand gegeben hatte.

Aber der ganze Park ist mir sowieso zu touristisch, daher  ändere ich die Route, fahre aus dem Park nach einer halben Stunden wieder raus und fahre über die R340 (Pleetebergbay)/R339 über den Prince Alfreds Pass. Die Straße ist überwiegend unbefestigt, aber gut befahrbar. Price ALbert Pass

Price Albert Pass6

Kurz vor dem Pass trinke ich  an der Straße einen Kaffee und esse selbstgebackene Muffins dazu (Die Vlug). Das Coffee House befindet sich exakt an der Stelle, an der man denkt: Jetzt könnte man einen Kaffee vertragen.

Die Landschaft ist herrlich, sie ändert sich von Berg zu Berg von saftig grün, über Halbwüste (ich komme in die kleine Karoo) bis hin zu blühenden Blumen in den Höhenlagen

Falter

Die R339 und später die R341 Richtung De Rust führen durch einen Hochebene bei ca. 900 Metern Höhe. Um De Rust herum gibt es sehr schöne rote Felsformationen.

Ich fahre weiter nach Oudtshoorn und checke ein in der De Zeekoe Guestfarm (Straußzuchtfarm), 7 km südlich von Oudtshoorn auf der R328.

Outshorn1

Die Zimmer im Haupthaus sind ausgebucht, ich bekomme noch ein schönes Zimmer im Anbau für 600 Rand incl, des morgigen Frühstücks. Man kann auf der Farm Abendessen bekommen (heute gibt es Springbock), ich bin leider etwas zu spät. Fragen werde sehr freundlich und zuvorkommend beantwortet, ich bekomme sogar noch eine Flasche Wein geschenkt und eine Menge guter Tipps über die Umgebung.

Dann gehe ich auf die Suche nach einem Abendessen. Sonntags haben die meisten Lokale geschlossen. Ich kehre im Kingfischer Seafoodrestaurant ein und esse ein hervorragendes Straußensteak. Meine Flasche Wein nehme ich mit zum Essen und kann sie gegen ein korkage- fee trinken. (15 Rand).

Mo.5.11.07

 

Nach sehr ruhiger Nacht habe ich ein leckeres Frühstück (Terrasse mit Blick in die Natur) -auf Wunsch auch mit Straußenrührei- und schließe Freundschaft mit dem Wachhund.

Outshorn Farm1

Ich besichtige dann die Straußenfarm Safari (ums Eck) für  92 R. Die Führung ist interessant.

Strauß2

Es gibt auch einen Straußenpalast von außen zu sehen.

Straußenpalast2

Am Ende kann man auf Straußen reiten, was ich aber dankend ablehne.

Im Ort selbst kaufe ich bei Pickn Pay auf dem Parkplatz einen Staubwedel (10R) und ein verziertes Straußenei für 100 R. Das ist ein Bruchteil der Preise in den Läden.

Im Supermarkt kann man im Eierfach auch frische Straußeneier kaufen- Ein Ei entspricht ca. 20 Hühnereiern.

 

Straußeneier im Supermarkt

Ich fahre auf der R 328 zu den Cango Caves. Die Standart Tour kostet ca. 100 R und ist recht interessant. Im 2. Stock gibt es unabhängig von einer Tour ein  gutes VisitorCenter und daneben ein Auditorium (20 Min. Film).

Kangoo Caves2

 

Kangoo Caves7

Kangoo Caves6

Danach geht es auf guter unbefestigter Straße über den Swartbergpass.

Prince Alfdre Pass2

Die Fahrt bietet viele schöne weite Aussichten, die Abwahrt fährt durch traumhafte Schluchten. Das Gestein ist entweder rötlich oder orange und wunderbar bizarr aufgefaltetPrince Alfdre Pass4.

Diese Straße sollte man nicht verpassen. In der Ebene angekommen liegt der Ort Prince Albert. Ich fahre weiter bis zur N 1 und dann auf der N1 nach. Beaufort West.

Die Unterkünfte im kurz davor liegenden Karoo NP sind ausgebucht und ich muß in die Stadt ausweichen. Beaufort West ist hässlich. Mit Mühe bekomme ich noch eine Unterkunft im Tree Top Guesthous€e für 400 R ohne Frühstück. Es ist nichts Besonderes. Man sollte unbedingt im NP reservieren.

Essen gehe ich bei einem sogenannten Schotten - Youngs-, Er liegt direkt an der Caltex Tankstelle. Das Essen ist sehr lecker. Die Bedienung ist kompetent und freundlich. Schottisches Essen gibt es nicht, aber Karoogerichte.

Di. 6.11.

Bei endlich herrlichem Wetter fahre ich in den NP. Als erstes nehme ich die erste geteerte Straße nach rechts (Loop). Sie führt zu einem Picknickplatz mit Pool! Ich sehen verschiedene Antilopen und Zebras. Diese Zebras sind erstaunlich hell - zumindest am Hintern.  “Quaggas”, eine rückgezüchtete Unterart der Zebras.

Ich lasse das Camp rechts liegen und fahren die Passstraße. Diese ist später nicht mehr asphaltiert, aber gut befahrbar, Sie führt nach mehr als 20 km auf eine Hochenebene 1200 m. Hier blühen noch viele Wüstenfrühlingsblumen.

Karoo NP1

Karoo NP2

Karoo NP3

Karoo NPBlumen1

Ich sehe Adler. Ich drehe um, da kein Ende der Straße absehbar ist und ich nicht weiß wo sie hinführt. An einigen Stellen sind Straßenarbeiter am Werk und bessern aus.

Auf dem Rückweg sehe ich nochmals schöne Zebras und Klippspringer.

Am Camp gibt es einen Fossiltrail. Er ist sehr schön gemacht und gibt viele Infos.

An der Rezeption versuche ich, etwas über die Passstraße zu erfahren. Ich schaffe es aber nicht. Wieder einmal ist das Personal sehr unwissend. Hier gibt es einen kleinen Laden und ein Restaurant.

Am frühen Nachmittag verlasse ich den NP und fahre auf der N 12 nach Outshorn. In den Swartbergen ist die N 12 ebenfalls traumhaft. Es sind viele schöne Rastplätze angelegt. Auch diese Fahrt sollte man nicht verpassen.

In Outshorn esse ich ein weiteres Mal im Kingfisher. In der Nähe von Pick&Pay gibt es einen Laden der Kette Fruit & Vegie. Hier kann man sich auch frisch gepresste Säfte nach Wunsch für 13 R pro 0,5 l bestellen.

Auf der N 12 / N9 geht es über Georg nach Wilderness, einem Touriort an der Küste.

Ich checke am Ortsrand im “Hausamstrand” ein. 600 R für eine 2 Zimmerwohnung mit Küche. Etwas störend ist der Straßenlärm, der aber von der Brandung fast überdeckt wird. Das Haus hat direkten Zugang zum Strand. Bei Ebbe kann man schön darauf spazieren. Dann ist er breit. Im Garten sind schöne Sitzgelegenheiten.

 

Mittwoch, 7. November 2007

 

Morgens stehe ich bei schönem Wetter auf. So schön Garten Strand und Appartement auch sind, der Lärm von der Straße in genau diesem Zimmer ist tags wie nachts unerträglich laut, da die 40-Tonner rund um die Uhr über die Straße brettern. Frühstück gibt es wie gesagt nicht, ich esse das tags zuvor gekaufte Müsli. Anschließend packe ich und fahre Richtung De Hoop. Ich biege hinter Swelendamm Richtung Bredasdorp von der N2 ab und dann nochmals links auf eine unbefestigte Straße. Über mehrere andere Pisten komme ich schließlich am Natural Reserve an. Im Park sehe ich neben 8 Walen die seltenen Bonteboks (Antilope), Kraniche, Sekretärvögel, Pelikane und seltene (unscheinbare) Enten. Die Vegetation ist typisch Fynbosh, kleine Sträucher, viele Blüten. Am Meer sind hohe weiße Sanddünen. Der Wind bläst mit Stärke 8 bis 9. Ich habe den Sand überall, in Ohren, Nase, Augen. Entgegen der Beschreibung im Reiseführer gibt es nur einen Ausgang aus dem Park.

Wal 

Walbeobachtung

Anschließend fahre ich über Bredasdorp nach Cape Agulhas, dem südlichsten Punkt Afrikas. Dieses Kap ist zwar völlig unbekannt, aber liegt tatsächlich weit südlicher als das bekannte Kap Horn.  Leider beginnt es zu regnen, gerade als ich ankomme, dazu kommt der Sturm, der immer noch tobt. Trotzdem oder gerade deswegen entfaltet dieser Ort seinen besonderen Reiz: Von hier aus nach Süden schwimmend kommt man nach ca. 3800 km auf den nächsten Kontinent, die Antarktis.

Zum Übernachten finde ich in den beiden Kap-Orten nichts, was mich überzeugt, die Orte machen einen eher unbewohnten Eindruck. Das Wetter motiviert auch nicht wirklich zum Suchen. So fahre ich zurück nach Bredasdorp und checke ein im De Twee Herren in der Kloof Street 9, einem Herrenhaus im Old England Stiel, vollgestopft mit Antiquitäten, geführt von einem älterem Gesangslehrer, der vor vielen Jahren in Salzburg studiert hat. Ein bisschen schrullig, aber sehr nett (sowohl das Haus als auch der Gastgeber;-)) . Zu Abend esse ich bei Juliens, dem Töpfer der Stadt, der sehr schöne Keramik herstellt und dessen Frau ein ausgezeichnetes Restaurant unterhält. Die Preise sind etwas höher als üblich, aber noch deutlich unter deutschem Niveau und die Qualität des Essens und der Weine sind ausgezeichnet, ebenso wie das Ambiente. Die Häuser des Ortes haben riesige, langgezogene offene Kamine (bei Julien ist einer bestimmt 4 Meter lang). Die Nacht ist sehr ruhig und es schläft sich sehr angenehm (im Himmelbett).

 

Donnerstag, 8. November 2007

 

Nach einem normalen Frühstück unterhalte ich micht noch eine ganze Weile mit meinem Gastgeber, bevor ich die Stadt verlasse. Anschließend fahre ich nach Enim, einen komplett denkmalgeschützten Ort. Die Straße dahin ist wegen Baustellenverkehr gesperrt, was mich aber nicht stört, da sie befahrbar ist. Den Ort Enim jedoch kann man sich meiner Meinung nach getrost sparen. Anschließend fahre ich nach Ganzbaai. Auf dem Weg dorthin sehe ich wieder Riesentrappen und Paradiskraniche. In Ganzbaai trinke ichwir einen Kaffee in Ernies Pub, der genau das ist, was der Name hergibt, was keineswegs negativ sein soll. Die Leute sind nett, der Kaffee ist gut, die Speisekarte ist einfach. Da ich noch keinen Hunger habe, kann ich das Essen nicht einschätzen. Der Pub liegt in toller Lage direkt am Hafen, ich habe einen guten Blick über die Bucht und sehe auch wieder Wale.

Walschwanz3

Walflosse 

Nach dem Besuch fahre ich weiter Richtung Hermanos. Kurz nach Ganzbaai in einem Vorort beobachte ich mehrere Wale beim Spielen. In Hermanos sehe ich eine Walkuh mit ihrem Kalb direkt vor dem Strand. Die beiden liegen da nur und bewegen sich möglichst wenig.

Am Nachmittag fahre ich nach Bettys Bay, um Pinguine zu beobachten. Der Ort Bettys Bay gefällt mir richtig gut, er ist noch nicht touristisch erschlossen (natürlich mit Ausnahme der Beobachtungsstelle) und liegt sehr idyllisch zwischen hohen und schroffen Hügeln und der Küste.

Afrika Pinguin2

 

Afrika Pinguin3

Ich sehe die Pinguine ganz nah, ebenso eine Robbe, Dassies, Kormorane Rebhühner und Möwen. Da der Tag zur Neige geht, suche ich mir ein B&B direkt vor Ort und finden das La Cachette. Es kostet 530 Rand  incl. Frühstück und hat einen tollen Blick von Zimmer und Terrasse auf sowohl den Ocean als auch die Hügel. Nachts wird es stockdunkel, da hier nichts weiter ist außer Mond und Sternen. Ich esse in einem Pub, der Camelot Castle heißt und im Kleinen auch so aussieht wie eine kleine Burg. Wichtiger ist, dass das Essen und der Hauswein sehr gut schmecken und die Bedienung wirklich freundlich und kompetent ist. Nach dem Essen beenden ich den Abend mit einem Blick aus die See von meinm Zimmer aus.

 

Freitag, 9. November 2007

 

Nach einer absolut ruhigen Nacht mit traumhaftem Sternenhimmel vom Bett aus gab es ein ausgezeichnetes Frühstück mit Croissants (selbstgebacken).

Betties Bay 1

Betties Bay 3 B&B

Auch hier habe ich wieder einen freien Blick auf die Bucht. Eigentlich willl ich den sehr bekannt Botanischen Garten besuchen, aber genau jetzt fängt es an zu regnen und so fahre ich weiter Richtung Osten auf die N2 und dann weiter nach Montagu. Auf der Strecke liegen die ersten Weingüter. In Montagu checke ich im Squirrels Corner B&B ein (500 Rand incl. Frühstück) und beziehe das Cottage im Garten.

Anschließend besuche ich die heiße Quelle von Motangu. Sie befindet sich im Avalon Time Sharing Complex. Der Eintritt kostet 20 Rand für das Auto und 30 pro Person. In einem weder besonders schön gestaltetem Garten noch in schönen Becken kann man bei angenehmen Temperaturen baden. Das Personal ist ziemlich unwissend bezüglich ihrer Anlage. Kinder haben hier jedoch mit Sicherheit Spaß. Während ich bade, beginnen Angestellte mit Algenreinigungsmitteln die Becken von innen zu putzen! Der Manager erklärt mir auf Nachfrage, dass sei halt hier so, man hätte lange geöffnet.

Auf dem Rückweg gehe ich zu Fuß. Der Fußweg führt durch ein nettes Tal ca. 30 Minuten und überquert die nun nicht mehr heiße Quelle immer mal wieder.

Essen gehe ich bei Pappardeli (Hauptstraße des Ortes), einem südafrikanischen Italiener. Das Essen ist ok, es gibt nichts zu mäkeln aber es ist meines Erachtens auch nicht besonders empfehlenswert.

 

Samstag, 10.11.2007

 

Wieder einmal zeigt sich, dass die in Südafrika ansässigen Deutschen, von sich selbst eingenommen, nicht unbedingt die besten Gastgeber sind. Das Frühstück ist nichtsdestotrotz ok.

Ich verlasse Montagu und fahre durch die Weinberge zurück nach Bettys Bay. Da das Wetter heute gut ist, besuche ich den Botanischen Garten. Der Eintritt kostet 15 Rand. Bis 14:00 erhält man an der Kasse gegen Pfand einen Schlüssel für die Pforte des Weges zum Wasserfall (Leopard Kloof). Dies weiß nur keiner und so bin ich, obwohl es 10 Schlüssel gibt, ganz allein auf dem Trail. Aufgrund der Bodenbeschaffenheit ist das Wasser des Flüsschens zwar klar, aber rotbraun wie ein Portwein. Der Weg führt bis zum Ende des Tales über mehrere Cascades an den Wasserfall (30 Min.).

Betties Bay Trek2

Betties Bay Trek5

Betties Bay Trek9 

Betties Bay Trek11

Ich fahre weiter direkt an der Küste entlang. Die Gegend ist wirklich sehr schön, die Küstenroute ist gespickt mit Rast- und Picknickplätzen, so dass man jederzeit anhalten und auf die schöne Bucht schauen kann.

Ein Großteil der Strecke hat keine Bebauung.

In Summerset West besuche ich eine Mall, die allerdings samstags bereits um 17:00 Uhr schließt.

Anschließend folge ich weiter der Küstenstraße Richtung Kap der guten Hoffnung und finde eine tolle Unterkunft im Clowelly Fairways, einem Golfguesthouse. Ich habe ein Zimmer mit tollem Blick über die Bucht, Überdies bin ich ganz allein im Haus. Es gibt im Grunde alles, bis hin zum in Südafrika selten angebotenen W-Lan.

Zu Abend esse ich im Olympic Cafe  Das Essen schmeckt wunderbar in dieser urigen Kneipe, die Leute haben Spaß bei der Arbeit, die Speisekarte ist gut abgestimmt, die Preise sind ok. Sowohl B&B als auch das Olympic sind unbedingt empfehlenswert.

 

Sonntag, 11. 11. 2007

 

Nach einer ruhigen Nacht und einem gutem Frühstück packe ichmeine Sachen so um, dass sie für den Flug fertig sind.

Anschließend fahre ich zur zweiten Pinguinkolonie in Simons Town. Es gibt hier ein schönes Visitor Center, die Kolonie ist aber viel touristischer als in Bettys Bay. Die Pinguine können nicht mehr wie früher direkt in die Stadt, inzwischen gibt es landseitig einen Zaun.

Afrika Pinguin10

Afrika Pinguin13

Afrika Pinguin14

Afrika Pinguin16

Die Pinguine leben am Boulder Beach. Er ist sehr schön mit riesengroßen Kieseln und inzwischen baden die Leute dort auch meist ohne die Pinguine.

Dann fahre ich an die Spitze des Kaps in den Nationalpark. Am Ende des Parks gibt es den Cape-Point und an anderer Stelle den €žMost Southwest Point of South Africa.

Kap Southwest Point1

Kap Southwest Point3

Eigentlich geografisch völlig unwichtige Punkte zieht das Gebiet um das Kap der guten Hoffnung hunderte Besucher, zum Teil in S-Klasse mit Chauffeur oder in Reisebussen an. Es ist so überlaufen, dass ich nur einige Minuten hier bleibe. Auf dem Rückweg sehe ich einen Wal vor der Küste, der seine Sprünge mustergültig absolviert. Allerdings hört er leider in dem Moment damit auf, in dem die Kamera soweit ist

Um das Kap abzurunden, will ich über den Chapmans Peak Drive fahren, aber leider ist der gesperrt. Also hole ich mir einen sehr guten Take away lunch beim Cafe Olympia und fahre über einen Tafelbergpass Richtung des Flughafens. Oben esse ich mit einem schönen Blick über das Kap. Der Tafelberg liegt leider in den Wolken.

Um 16:00 komme ich am Flughafen an. Alles verläuft planmäßig ohne Probleme. Am Flughafen gibt es Hot Spots, sodass ich hier noch meine Mails bearbeiten kann.

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